8. February 2010, 1:51 PM by raphael

Mail.app und iCal-Integration
Während ich am Anfang meiner MacOS-Zeit noch aus alter Gewohnheit Thunderbird benutzte, hat mich vor einiger Zeit die Geschwindigkeit und die funktionale wie auch optische Integration in das Betriebssystem zu einem Wechsel zur Mail.app bewogen.
Ein Problem brachte dieser allerdings mit sich: es gibt in der Mailapplikation des iPhones keine andere Möglichkeit eine E-Mail für spätere Aktionen zu markieren, als diese wieder auf ungelesen zu setzen. Wenn ich also mit einer bestimmten E-Mail später noch etwas vorhabe, sei es weil ich dazu noch weitere Informationen benötige, die ich auf dem iPhone nicht verfügbar habe, oder die Beantwortung über das iPhone zu anstrengend ist oder schlicht nicht zeitnah erfolgen muss.

Alle ungelesenen (und daher noch zu erledigenden) E-Mails über intelligente Postfächer anzeigen
Nutzer der Mail.app unter MacOS werden nun (mitunter leidlich) erfahren haben, dass dort der Gelesen/Ungelesen-Status ein äußerst fragiler Zustand ist, da eine E-Mail bei der Anzeige automatisch auf gelesen gesetzt wird. Gerne ist auch eine E-Mail beim Programmstart von Mail.app vorselektiert und wird dann konsequent auf gelesen gesetzt. Es mag ja Einsatzzwecke geben, wo ein solches Verhalten nützlich und wünschenswert ist, für meinen an das iPhone gekoppelten Workflow jedenfalls ist es tödlich, da dadurch E-Mails, die noch eine Reaktion von mir erwarten, potenziell durch mein Aufmerksamkeitsraster fallen (siehe intelligentes Postfach rechts).
Mail.app lässt leider auf dieses Verhalten keine Einflussmöglichkeiten. Abhilfe bietet das OpenSource-Plugin TruePreview, das nichts anderes macht, als dass man darüber einstellen kann, ob und wann eine E-Mail als gelesen markiert wird. Das klingt jetzt wenig spektakulär, für meinen persönlichen Workflow ist das jedoch ein wirklich entscheidendes Hilfsmittel.

Das Einstellungsfenster von TruePreview
Globale bzw. programmspezifische Tastaturkürzel

Tastaturkürzel unter MacOS einrichten
Fast schon zu schade für eine Randnotiz ist die Möglichkeit unter MacOS für jeden Menübefehl eigene Tastaturkürzel zu definieren.
Hierzu ruft man unter den Systemeinstellungen den Punkt Tastatur auf und kann dort die gewünschten Kürzel anlegen. So habe ich mir die beiden Funktionen, die E-Mails als gelesen bzw. ungelesen markieren, auf denselben Shortcut gelegt, sodass ich nun für eine oder mehrere E-Mails durch Aufruf dieses Shortcuts den Status (in beide Richtungen) ändern kann. Toll.
Posted in Mac, iPhone | Tags: gelesen, iPhone, Mail, Mail.app, Shortcut, Tastaturkurzbefehle, Tastaturkürzel, TruePreview, ungelesen, Workflow | No Comments »
15. January 2010, 1:20 PM by raphael
Als ich damals von Palm OS zum iPhone gewechselt bin, habe ich mich gewundert, warum die PIM-Funktionen des iPhones zum Teil so schlecht sind. John Gruber nennt diese in seinem lesenswerten Beitrag “The Original Tablet” Sekundärfeatures:
The iPhone’s design is governed by practical concerns. What are you expected to do with an iPhone or iPod Touch? Just look at the bottom of the home screen, in the app dock: phone calls, email, web surfing, movies, music. That’s what you do with an iPhone. Those are things people find exciting and fun.
What could you do with a Newton? Notes, calendars, contacts. All of the Newton’s primary features are mere secondary features on the iPhone.
Ich habe mich mit der stiefmütterlichen Behandlung für mich wichtiger Funktionen mittlerweile arrangiert. So ersetzt beispielsweise Things die Aufgabenverwaltung. Beim iPhone-Kalender musste ich akzeptieren, dass dieser nur im Zusammenspiel mit iCal voll verwendbar ist (Schonmal versucht einen Termin nachträglich einer anderen Kategorie zuzuweisen? Geht nicht. Bestimmte Kategorien vorübergehend ausblenden? Geht auch nicht. Zu einem in ferner Zukunft liegenden Termin wechseln? Anstrengend weil totscrollend.)
Am schwersten wiegt für mich der Mangel einer Today-Ansicht, also einer Ansicht, auf der ich alle für den heutigen Tag relevanten Informationen angezeigt bekomme. Unter PalmOS war es Applikationen gestattet die Kalender-, Todo- und Adressbuchdaten zu lesen und zu ändern. Auf dem iPhone ist es Drittsoftware leider nicht gestattet auf diese Daten auch nur lesend zuzugreifen.
Dieses Konzept ist einer der für mich wesentlichen Gründe mein iPhone einem Jailbreak zu unterziehen. Mittels Lockinfo von David Ashman kann ich auf die erste Seite des Springboards eine ebensolche Today-Ansicht bekommen, in der modular auch andere Programme/Informationen eingebunden werden können. Jede der Sektionen kann vollständig ausgeblendet. bzw. ein- oder ausgeklappt werden.
Will ich mit Boardmitteln (also ohne Lockinfo) auf meinem iPhone wissen, wer heute oder die nächsten Tage Geburtstag hat, welche Termine ich habe und welche Aufgaben zu erledigen sind, darf ich jede Applikation einzeln starten. Ich habe festgestellt, dass das für mich kein praktikables Vorgehen ist. Mit Lockinfo ist PIM-seitig alles gut.
Obwohl Weihnachten schon vorbei ist, würde ich mir für das im Raum schwebende iPhone OS 4.0 wünschen, dass dieses ein Today-Screen-Framework enthält, das im Prinzip genau das gleiche wie Lockinfo leistet, sodass Applikationen Informationen bereitstellen können, die wiederum von zentraler Stelle aus abrufbar sind. Das geht zwar mit Lockinfo, doch wer weiß schon, wie lange der Jailbreak bei den zukünftigen Geräten überhaupt noch möglich sein wird?
Und wo wir schon bei Wünschen sind: Ich hätte gerne Multitasking für Drittsoftware (am besten exakt wie Proswitcher es handhabt), sowie ein Notification-Framework in das alle SMS und Push-Meldungen fließen (am besten wie Android es handhabt). Das modale Benachrichtigungssystem hat sich in der Praxis als maximal untauglich erwiesen.
Posted in iPhone | Tags: Homescreen, iPhone OS 4.0, Lockinfo, Lockscreen, ProSwitcher, Today, Widget | 2 Comments »
2. September 2009, 11:52 AM by raphael
Als wählerischer Early-Adopter bin ich erwartungsgemäß seit Freitag mit Snow Leopard unterwegs. Gestern wollte ich nun mit dem Cisco VPN Client ins Campusnetz. Ging nicht. (Error 51: Unable to communicate with the VPN subsystem.) Zwar scheint es für dieses Problem funktionierende Lösungen zu geben (in manchen Fällen genügt wohl auch eine Neuinstallation des Clients), aber ich habe mich dann daran erinnert, dass mit Snow Leopard auch eine im Netz der TU Darmstadt funktionierende VPN-Lösung Einzug gehalten hat. Und was soll ich sagen: Das funktioniert einwandfrei. Die Konfiguration ist prinzipiell geschenkt, ich dokumentiere sie hier kurz in Bildern.
Wie man es auch beim Cisco Client gewohnt ist, benötigt man zwei Verbindungen, die sich nur in der Serveradresse unterscheiden: eine wenn man sich auf dem Campus einwählt und eine für zu Hause. Diese Anleitung muss man demnach zweimal durchlaufen, um beide Profile zu erstellen.(siehe Kommentar von olg)
1.) Eine neue Verbindung über Systemeinstellung/Netzwerk (dort das kleine +-Symbol links unten) erstellen
Anschluss: VPN
VPN-Typ: Cisco IPSec
Dienstname: (frei wählbar)

2.) Konfigurationsdaten eintragen
Serveradresse: vpngw1.net.hrz.tu-darmstadt.de (für Campusprofil) bzw. dialin.tu-darmstadt.de (für das externe Profil)
Benutzername: Mein VPN-Benutzername
Passwort: Nunja…
Identifizierungseinstellungen
Schlüssel: tu2go
Gruppenname: mobiletu
VPN-Status in der Menüleiste anzeigen: aktivieren

3.) Verbindung herstellen
Anschließend kann man die VPN-Verbindung bequem über die Menüleiste aufbauen bzw. trennen.

Posted in Mac | Tags: Cisco, Client, Mac, Snow Leopard, TU Darmstadt, TUD, VPN | 5 Comments »
24. June 2009, 5:26 PM by raphael
Growl ist ein Benachrichtigungssystem für den Mac, das Neuigkeiten von daran gekoppelten Applikationen anzeigen kann. Bspw. neue E-Mails, neue Twitter-Beiträge oder das Beenden eines Kopiervorgangs. Was Growl für den Mac ist, das ist GriP für das iPhone. Das ist deswegen außerordentlich praktisch, da man dadurch bspw. neue E-Mails lesen kann, ohne die laufende Anwendung verlassen zu müssen.
Empfängt das iPhone neue E-Mails, so werden diese zunächst mit einem kleinen Popup angezeigt. Tippt man auf den kleinen Pfeil am rechten Rand (▼), so wird der Absender und der Betreff eingeblendet:


Tippt man das Popup an, so öffnet sich ein zweites Fenster, in dem neue E-Mails im Volltext angezeigt werden.

Darüber hinaus können Profile zum Popupverhalten angelegt werden, bspw. für Anwendungen oder Spiele, bei denen man keine Popups wünscht.
Zur Installation: Die aktuelle Version ist noch in keinem Cydia-Repository verfügbar, daher muss die Installation derzeit manuell vorgenommen werden. Hierzu befolge man die Installationsanweisungen auf der Projektseite. Voraussetzung ist ein Jailbreak, SSH-Zugang, sowie der PreferenceLoader (gibt’s bei Cydia/BigBoss).
Das im unterenn Screenshot verwendete Theme habe ich aus dem SBSettings-Matte-Theme von Thyraz zusammengeschustert. Es kann hier heruntergeladen werden. Zur Installation nach /Library/GriP/Themes/ entpacken und in den GriP-Einstellungen unter dem Punkt Theme (Modal table) das Theme Matte auswählen.
Posted in iPhone | Tags: Benachrichtigungen, E-Mail, GriP, Growl, iPhone, Popup | 2 Comments »
25. May 2009, 6:59 PM by raphael
Als Mac-Frischling und gebürtiger Windows-Nutzer finde ich die MacOS-Backuplösung Time Machine sehr angenehm. Man muss sich um nichts kümmern und die Daten werden automatisch inkrementell gesichert. Klasse. Da meine externe Festplatte nun so langsam voll ist, habe ich mich gefragt, welche Dateien denn nun genau gesichert wurden, wie ich am effektivsten wieder Platz freischaufele und nicht benötigte Dateien aufspüren kann. Hierbei bin ich auf BackupLoupe gestoßen. Damit kann man in Finder-Manier durch die Backups stöbern. Der Vorteil: Es wird die Gesamtgröße eines jeden Ordners angezeigt.

Somit lassen sich Speicherfresser sehr schnell aufspüren. Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, Dateien aus BackupLoupe heraus aus den Backups auszuschließen. Hierfür muss man immer noch Time Machine starten, in den gewünschten Ordner navigieren, Dateien markieren und “Alle Backups von n Objekten löschen” ausführen.

Insgesamt aber trotz dieses Mankos ein äußerst hilfreiches Programm, das es für 0,99 Euro (!) zu kaufen gibt:
At soma-zone we don’t believe in copy protection. We do believe in honest customers. We do not want to spend time implementing some sort of registration- or online activation scheme. As a consequence, you will not receive a serial number or license file.
Finde ich eine super Einstellung, die sich hoffentlich für den Entwickler rechnet. Wenn man das Programm bezahlt hat, klickt man beim Programmstart auf I have already paid und das war’s.
Posted in Mac | Tags: aufräumen, Backup, Mac, Time Machine | 2 Comments »